SWR2 - Jazzprogramm Dezember 2017
13.11.2017 11:53 von jazz (Kommentare: 0)

SWR 2 Jazzprogramm
Dezember 2017
Freitag, 1. Dezember, 23.30 – 24.00 Uhr
NOWJazz Update
Sonic Wilderness
Von Ulrich Kriest
Diese Reihe auf dem freitäglichen NOWJazz Update Sendeplatz führt in abenteuerliche Zwischenwelten des Jazz. Ob Improv, Electronica, Klangkunst, Noise oder Rock – für die atmosphärischen Mixes mit Neuerscheinungen gibt es nur eine Regel: Die Lust am musikalischen Abenteuer muss hörbar sein.
Samstag, 2. Dezember, 9.05 – 10.00 Uhr
SWR2 Musikstunde: Jazz Across The Border
Von Günther Huesmann
Der wohl auffallendste Trend im aktuellen Jazz ist seine fortschreitende Globalisierung. Entstanden um 1900 in den USA als hybride Musik, ist der Jazz durch die Idee groß geworden, dass es sich immer lohnt, wenn man sich auch mit etwas Anderem beschäftigt als nur mit sich selbst. Die in der Improvisation angelegte Idee des Dialogs erleichtert es Jazzmusikern, sich anderen Stilen und Musikkulturen zu öffnen. So ist Jazz zu einer „global language“ geworden. „Jazz Across The Border“ hört auf unterhaltsam-informative Weise hin: Wie verändern Musikerinnen und Musiker aus Südamerika, Afrika und Asien die improvisierte Musik von heute? Welche Antworten geben sie auf die Frage nach einer Musik, in der jeder improvisierende Spieler eingeladen ist, seinen eigenen Sound zu entwickeln, mit seinen ganz eigenen musikalischen Sichtweisen, Statements und kulturellen Färbungen?
Samstag, 2. Dezember, 22.03 – 23.00 Uhr
Jazztime: Home At Last
Die jazzaffinen Seiten von Walter Becker und Steely Dan
Von Michael Rüsenberg
Steely Dan war die erfolgreichste unter den künstlerisch ambitionierten Rockbands. Walter Becker und Donald Fagen, die beiden Gründer, haben in Jahrzehnten ein einzigartiges Werk geschaffen, in dem nur eine einzige Fremdkomposition auftaucht: „East St. Louis Toodle-Oo“ von Duke Ellington. Becker und Fagen waren beziehungsweise sind Jazzfans. Jazzelemente prägen ihre Stücke, die gleichwohl Songs bleiben. Meisterwerke wie „Aja“ und „Gaucho“ wären ohne Wayne Shorter und Steve Gadd, ohne Joe Sample und Michael Brecker undenkbar gewesen. Walter Becker, Gitarrist, Sänger und gelegentlich Bassist bei Steely Dan, ist am 3. September 2017 im Alter von 67 Jahren verstorben. Wir nehmen dies zum Anlass, noch einmal die faszinierenden, jazzaffinen Seiten von ihm und von Steely Dan aufzublättern.
Dienstag, 5. Dezember, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: Das Jahrhundert des Jazz
Josef Engels, Christine Stephan und Ulrich Stock beim Enjoy Jazz Presseclub
Am Mikrofon: Julia Neupert
Künstlerische Entwicklungen gehen oft Hand in Hand mit technischen Fortschritten: 1917 vermerken die Geschichtsbücher die erste Tonaufnahme einer Jazzband. Diese Recording Session markiert den Beginn einer kulturellen Epoche – das Jahrhundert des Jazz wird eingeläutet. In den letzten hundert Jahren aber hat etwas stattgefunden, das weit über die Etablierung eines neuen Musikgenres hinausgeht: Jazz hatte und hat immer auch soziale und politische Implikationen. Haltungen, Stile, Musiker und Bands haben sich in unser kulturelles Gedächtnis eingeschrieben. Traditionsbewusstsein und Innovationsfreude gehören im Jazz unverbrüchlich zusammen. 2017, da das Jubiläum der ersten Jazzaufnahme gefeiert wird, tauschten dazu im Presseclub beim Festival Enjoy Jazz Ideen, Ansichten, Anekdoten und Erinnerungen aus: Ulrich Stock von der Zeit, Josef Engels von der Welt und Christine Stephan von der Jazzthetik.
Donnerstag, 7. Dezember, 23.03 – 23.00 Uhr
NOWJazz: Hausaufgaben gemacht
Der Pianist Ethan Iverson und sein erfolgreicher Jazzblog „Do The Math“
Von Odilo Clausnitzer
2005 begann der Pianist Ethan Iverson – bekannt aus dem Trio „The Bad Plus“ – einen Jazzblog namens „Do The Math“. Inzwischen hat er sich zu einem der wichtigsten Internetforen in Sachen Jazz entwickelt. Mit einer Sachkenntnis, die so manchen Fachautor beschämt, widmet sich Iverson hier in eingehenden Texten Musikerpersönlichkeiten und ihren Werken. Einen Großteil der Beiträge nehmen ausführliche Interviews ein; manche mit Ikonen wie Keith Jarrett und Wynton Marsalis, aber viele mit verdienstvollen Musikern, deren Äußerungen weit weniger in der Jazzpresse dokumentiert sind. Besonderes Aufsehen erregte dieses Jahr ein Interview mit Robert Glasper wegen einiger von vielen als frauenfeindlich aufgefassten Äußerungen – woraufhin im Blog eine Debatte über das Thema Sexismus im Jazz ausbrach. Die Sendung wirft ein Schlaglicht auf „Do The Math“, und im Gespräch gibt Ethan Iverson Auskunft über seine Motivationen und Ansprüche hinter dem Blog.
Freitag, 8. Dezember, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Das vielseitige klangliche Leben der Saiteninstrumente
Neue Projekte von StreicherInnen, GitarristInnen und PianistInnen
Von Nina Polaschegg
Saiten, Saiten und noch mehr Saiten. Sie werden gestrichen, gezupft, gestreichelt, mit Papier oder Alufolie umwickelt. Allerlei Gegenstände dienen als Schlagwerke, um Saiten und dazugehörige Instrumentenkörper ins Schwingen und Klingen zu versetzen. Ob StreicherInnen, GitarristInnen oder PianistInnen, sie alle spüren seit Jahrzehnten immer neuen Klangmöglichkeiten und Nuancierungen auf ihren Instrumenten nach. Traditionelle Klanggebung darf dabei freilich auch nicht fehlen. Ein Streifzug durch neue Aufnahmen, unter anderem vom Trio Kimmig-Studer-Zimmerlin, der Pianistin Judith Unterpertinger, dem Celloquartett „The Octopus“, der Cellistin Ulrike Brand und dem Gitarristen Olaf Rupp.
Samstag, 9. Dezember, 22.03 – 23.00 Uhr
Jazztime: Anfänge eines Weltstars
Frühe Aufnahmen des Pianisten Keith Jarrett
Von Hans-Jürgen Schaal
Bevor Keith Jarrett mit dem „Köln Concert“ weltberühmt wurde, hatte er schon ein Jahrzehnt lang Jazzaufnahmen gemacht – im Trio mit Charlie Haden und Paul Motian, mit eigenen Quartetten oder auch als Sideman von Art Blakey, Miles Davis und Charles Lloyd. Seinen eigenen Weg suchte Keith Jarrett von Anfang an: Klavierstunden wollte er schon als 15jähriger nicht mehr nehmen, auch das Studium am Jazz-College in Berklee brach er einfach ab. Stattdessen packte er in sein Spiel alle möglichen Zutaten von Barock bis Country, von Rock bis Free, und experimentierte mit ganz verschiedenen formalen Ausrichtungen. Er fand dabei nicht nur zu seinem unverkennbar eigenen Tonfall am Instrument, sondern schuf eine neue und umfassendere Auffassung von Klavierspiel im Jazz, die zukunftsweisend war. Die Anfänge des späteren Weltstars Keith Jarrett bieten faszinierende Hörerlebnisse.
Sonntag, 10. Dezember, 19.18 – 20.00 Uhr (nach dem Hörspiel)
Herz auf der Zunge
Die Vokalistin Cécile McLorin Salvant
Von Ssirus W. Pakzad
Der Trompeter Wynton Marsalis hat kürzlich über Cécile McLorin Salvant gesagt, dass wir es bestenfalls einmal in einer Generation mit einer Sängerin ihres Formats zu tun bekämen. Für ihre erstaunlich reife Art des Vortrags wird die erst 28jährige aus Miami auch von anderen Musiker-Kollegen überschwänglich gelobt, von der Presse gefeiert, vom Publikum vergöttert. McLorin Salvant wirkt wie ein Wesen aus einer anderen Zeit, wie eine der großen Diven des Jazz. Wenn sie Material aus dem Great American Songbook mit ganz eigenem Timbre singt, erweist sie sich als große Entertainerin, Erzählerin, Darstellerin, zeigt Charme, Hingabe, Chuzpe und unendlich viel Humor. Dass Cécile McLorin Salvant neben karibischen auch europäische Wurzeln besitzt, kommt in einigen Songs durch, die sie auf Französisch intoniert.
Dienstag, 12. Dezember, 20.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: Spider’s Egg
Mitschnitt vom 50. SWR NEWJazz Meeting im Karlsruher Tollhaus
Am Mikrofon: Günther Huesmann
Mit dem 24jährigen brasilianischen Gitarristen Pedro Martins hat im Jahr 2017 erstmals ein Musiker aus Südamerika das SWR NEWJazz Meeting kuratiert. Für die Jubiläums-Ausgabe des legendären Klanglabors für improvisierte Musik stellte er eine Wunsch-Band zusammen, die in dieser Besetzung noch nie zusammen gespielt hat. „Spider' s Egg“ nennt er das Sextett mit internationalen Improvisatorinnen und Improvisatoren, die eine Woche lang im Studio 2 in Baden-Baden experimentierten und ein Programm erarbeiteten. Anschließend ging die Formation auf Tour durchs Sendegebiet und stellte die Ergebnisse in Konzerten der Öffentlichkeit vor. Wir bringen heute den Mitschnitt vom abschließenden Konzert des 50. SWR NEWJazz Meetings aus dem Karlsruher Tollhaus.
Donnerstag, 14. Dezember, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Die Oud im Digital-Zeitalter
Ein Porträt des tunesischen Oud-Spielers Dhafer Youssef
Von Bert Noglik
Seine Alben tragen Titel wie „Electric Sufi“ oder „Digital Prophecy“. Dhafer Youssef, geboren und aufgewachsen in Tunesien, kam Ende der 1980er Jahre nach Europa, lebte längere Zeit in Österreich und hat seinen Wohnsitz derzeit in Paris. Seiner Natur nach zählt er zu Nomaden des digitalen Zeitalters. Mit seiner Musik schlägt der Oud-Spieler und Sänger einen großen Bogen von der arabischen Überlieferung zu den Kommunikationsströmen in Zeiten fortschreitender Globalisierung. Dhafer Youssef schöpft aus sufistischer Mystik ebenso wie aus der Alltagsrealität des Lebens in den Metropolen. Er transzendiert den Ruf des Muezzins zu Gesängen einer spirituell erfüllten und von den Geschehnissen auf der Welt erschütterten Seele. Dabei verknüpft er feinste akustische Schwingungen auf der Oud mit elektrischer Verstärkung und Electronica. Seine musikalische Neugier hat ihn mit so unterschiedlichen Musikern wie Wolfgang Muthspiel, Renaud Garcia-Fons, Nguyên Lê, Paolo Fresu und Markus Stockhausen zusammengeführt. Eine besondere Affinität zur norwegischen NuJazz-Szene spiegelt sich in der Zusammenarbeit mit deren Exponenten wie Nils Petter Molvaer, Bugge Wesseltoft und Eivind Aarset.
Freitag, 15. Dezember, 23.30 – 24.00 Uhr
NOWJazz Update
Sonic Wilderness
Von Thomas Loewner
Diese Reihe auf dem freitäglichen NOWJazz Update Sendeplatz führt in abenteuerliche Zwischenwelten des Jazz. Ob Improv, Electronica, Klangkunst, Noise oder Rock - für die atmosphärischen Mixes mit Neuerscheinungen gibt es nur eine Regel: Die Lust am musikalischen Abenteuer muss hörbar sein.
Samstag, 16. Dezember, 22.03 – 23.00 Uhr
Jazztime: Gold Box
Die besten Jazzalben des Jahres 2017
Von Günther Huesmann
Zeit für eine kleine Auslese: Kurz vor Jahresende wollen wir kreative Bilanz ziehen. Was waren die gelungensten Jazz-Aufnahmen des Jahres 2017? Welche Alben ragen aus der Flut der Neuerscheinungen heraus? Wie heißen die aktuellen Jazzproduktionen, die die Szene besonders beschäftigt und geprägt haben? Und welche historischen Reissue-CDs haben einen Platz als Geschenk unter dem Weihnachtsbaum verdient?
Dienstag, 19. Dezember, 21.03 – 22.00 Uhr
SWR2 Jazz Session: Schlussakkord
Erinnerung an die verstorbenen Jazzmusiker des Jahres
Von Harry Lachner
Larry Coryell, Arthur Blythe, John Abercrombie, Geri Allen – das sind nur vier von zahlreichen bekannten MusikerInnen des Jazz, die in diesem Jahr verstarben; und sie zählten zu den bekanntesten. Diese Sendung erinnert aber auch jene, die vielleicht weniger Erfolg, aber dennoch eine große Bedeutung für die Entwicklung des Jazz und seiner vielen Stil-Aspekte hatten. Wie etwa der Trompeter Phil Coran, oder die beiden so konträren Gitarristen Bern Nix und Allan Holdsworth, oder die stilistisch ebenso gegensätzlichen Pianisten wie Misha Mengelberg und Horace Parlan. Einige von ihnen wurden bereits in Sondersenden oder kurzen Nachrufen im NOWJazz Magazin gewürdigt, andere fielen durch das Raster des Programmschemas. Gerade an jene soll in dieser Nekrolog-Sendung erinnert werden.
Donnerstag, 21. Dezember, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Pralle Palette
Der Komponist und Pianist Rainer Tempel
Von Günther Huesmann
Was Komponieren und Arrangieren für Big-Band und Small Groups angeht, ist der in Tübingen lebende Pianist heute erste Wahl. Rainer Tempel, Jahrgang 1971, lernte klassisches Klavier, entdeckte aber als Teenager seine Liebe zur improvisierten Musik und studierte Jazzklavier bei Martin Schrack in Nürnberg. Während des Klavierstudiums begann sich sein Fokus auf das Schreiben zu verschieben, was zum Schwerpunkt seiner beruflichen Laufbahn wurde. Tempel hat für fast alle großen Rundfunk-Big-Bands komponiert und arrangiert, leitete das Zurich Jazz Orchestra und seit 2014 den Jazzstudiengang Stuttgart, und er hat mit „Pentagon“ eine der spannendsten Bands des aufgeklärt groovenden Acoustic Jazz gegründet.
Freitag, 22. Dezember, 23.03 – 24.00 Uhr
NOWJazz: Mikrosounds
Ein Besuch im Musikatelier von Christoph Schiller
Von Julia Neupert
Vor 300 Jahren ein absolutes Must-Have für jedes gut sortierte Musikzimmer, ist das Spinett heutzutage eher ein Nischen-Instrument in Liebhaberkreisen. Geschätzt vor allem von Barockmusikfans und den ExpertInnen der Historischen Aufführungspraxis. Und – von Christoph Schiller. Ausgehend vom Spiel im Klavier-Innenraum, hat er das Instrument mit seiner speziellen Zupfmechanik als Improvisator für sich entdeckt. Dabei entwickelte der gebürtige Stuttgarter nicht nur neue Spieltechniken, sondern brachte das Spinett auch in ungewohnte musikalische Kontexte. Seit ein paar Jahren gilt Schillers Aufmerksamkeit aber nicht nur dem Tasteninstrument, sondern auch der menschlichen Stimme – unter anderem als Gründer und Organisator des Vokalensembles „Millefleurs“.
Sonntag, 24. Dezember, 15.05 – 16.00 Uhr
SWR2 Swinging Xmas: Crooner
Jazz-Vokalisten und Instrumental-Highlights
Von Gerd Filtgen
Schon in den Wochen vor Weihnachten schwingt die Vorfreude auf die Festtage mit: Sicher stehen dabei die Feiern im Familienkreis oder mit guten Freunden im Vordergrund. Aber auch wer diese besinnlichen Tage allein verbringt, dürfte an der in der kommenden Stunde präsentierten Musik Gefallen finden. Dafür sorgen Bing Crosby und Frank Sinatra mit „Santa Claus Is Coming To Town“ oder Michael Bublé aus der Liga aktueller Crooner mit seiner „White Christmas“ Version. Ergänzend dazu gibt es swingende Xmas-Präsente von Jazz-Vokalisten, unter anderen Al Jarreau und Harry Connick Jr. Den Rahmen für die im Focus stehenden Gesangsinterpreten bilden Instrumentalstücke von Jazz-Giganten. Mehr wird nicht verraten. Freudige Überraschungen sind das Schönste am Weihnachtsfest.
Montag, 25. Dezember, 15.05 – 17.00 Uhr
SWR2 Xmas Jazz: Snow in Scandinavia
Die stillen Seiten des Mountain Jazz
Von Thomas Loewner
Bugge Wesseltoft veröffentlichte vor Jahren pünktlich zum Fest die CD „It' s Snowing On My Piano“ und Nils Landgren hat sich bereits zum wiederholten Mal mit einer ganzen Schar befreundeter Musiker getroffen, um Fortsetzungen seiner ersten „Christmas With My Friends“-Produktion aufzunehmen. Auch von diesen Dauerbrennern wird es in dieser Ausgabe von SWR2 Xmas Jazz Musik zu hören geben. Doch die skandinavische Szene hat noch viel mehr Passendes zum Thema zu bieten, was zwar nicht explizit als Weihnachtsmusik vermarktet wird, aber stimmungsmäßig dennoch hervorragend in diese Zeit passt: die atmosphärischen Klänge des Trompeters Arve Henriksen etwa, zu denen er sich von der japanischen Shakuhachi-Flöte inspirieren ließ, die Ambient-Sounds eines Eivind Aarset oder die Musik des dänischen Bassisten Lars Danielsson, der es wie kaum ein anderer Jazzmusiker versteht, Wohlklang und Tiefgang miteinander in Einklang zu bringen. Sie alle und noch einige mehr sorgen in SWR2 für den passenden Soundtrack zum 1. Weihnachtstag.
Samstag, 30. Dezember, 22.03 – 23.00 Uhr
Jazztime: Passion Flower
Die sensitive Welt des Altsaxofonisten Johnny Hodges
Von Bert Noglik
Sein Schaffen assoziiert sich vor allem mit dem Duke Ellington Orchestra. Doch Johnny Hodges überzeugte auch mit Einspielungen unter eigenem Namen, oft unter Beteiligung von Musikern aus dem Ellington-Umkreis. Geboren 1906 in Cambridge, Massachusetts, aufgewachsen in Boston, begann er als Teenager unter dem Einfluss von Sidney Bechet, Saxofon zu spielen. Mit seinem im Blues verwurzelten, warmen und sinnlichen Spiel erwies er sich als ein Instrumentalist mit einer besonders gesangsnahen Stilistik. Johnny Hodges war – mit einer Unterbrechung von fünf Jahren – vom Ende der 1920er Jahre bis zu seinem Tod im Jahr 1970 Mitglied der Band von Ellington, deren Klangcharakterisik er als Starsolist wesentlich mitprägte. Im Alltagsleben eher wortkarg und introvertiert, überzeugte er auf dem Altsaxofon als ein melodisch erfindungsreicher Musiker von starker Mitteilungskraft.
Fast alle Jazz-Sendungen von SWR2 können Sie als Audio on Demand im Internet 7 Tage online nachhören. Auf www.swr2.de/jazz finden Sie auch Musiklisten und weitere Informationen zum Programm.
| Mehr Infos im Netz unter www.swr2.de/jazz



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